Mittwoch, 8. Juli 2015

Quereinstieg Lehramt: Erstes Treffen mit der neuen Schule



Direkt am nächsten Tag, nachdem ich die Einstellunsgzusage vom Senat bekommen hatte, kam auch die E-Mail von meinem zukünftigen Schulleiter. Ich war für eine Grundschule in einem der Berliner Außenbezirke ausgewählt worden. 

Als erstes kam bei mir Freude auf, Grundschule und keine Sekundarstufe wohlmöglich noch mit Physik!
Dann hab ich nachgeschaut, wo die Schule liegt und habe erstmal einen Schreck bekommen. Fast schon in Brandenburg in einer dörflichen Atmosphäre. Eine Gegend mit der ich, als Berlinerin aus Schöneberg, noch keine Erfahrungen gemacht habe. Eine S-Bahn Station immerhin fußläufig in der Nähe. 

Dann die Zweifel, aufs Dorf ziehen möchte ich aber nicht. Nach einigem Überlegen, das Fazit: Ich kann ja in Pankow, Mitte Wedding eine Wohnung S-Bahn Ring nahe mit guter Anbindung suchen, dann ist es auch nicht weiter von meinen Freunden, Familie und anderen Begebenheiten als meine letzte Wohnung in Tempelhof. Weiterhin ist die Schule eindeutig keine Brennpunktschule, was für mich als Quereinsteiger ein sehr positiver Punkt ist. Zum Thema Brennpunktschulen ist in den Medien viel berichtet worden, und die GEW hat mitgeteilt: "Die Quereinsteiger sind vor allem an Brennpunktschulen gelandet, an denen die ausgebildeten Lehrer nicht anfangen wollten." Also zunächst mal mein Standpunkt: Glück gehabt!
Nach einem Telefonat mit dem Schulleiter, war ein Termin zur persönlichen Vorsprache ausgemacht und meine Aufregung groß.

An dem Tag bin ich also aus dem Süden Berlins in den Norden Berlins gefahren (1h Fahrtzeit) und knappe 45 Minuten zu früh gekommen, da ich mit S-Bahn Störungen gerechnet hatte. Mein erster Eindruck der Schule, war „hui, was ist denn das für ein Kasten?“. Die Schule war ein Quader auf einer relativ offenen Fläche. Beim näheren Hinschauen konnte man aber erkennen, dass viel gemacht worden ist, wie ein relativ neuer Spielplatz und Tischtennisplatten. In der Schule habe ich erstmal eine Lehrerin fragen müssen, wo es denn lang geht. Die Lehrerin machte einen sympathischen Eindruck und erklärte mir den Weg. Der Teil mit dem Lehrerzimmer und dem Schulleitungszimmern war durch eine Glastür abgetrennt und man musste klingeln um Zugang zu bekommen. Ich wurde durch den Sekretär – ein männlicher Sekretär, das machte bei mir gleich einen positiven Eindruck – eingelassen und wurde auch fast direkt zum Schulleiter in das Büro geführt.

Der Schulleiter und die stellvertretende Schulleiterin begrüßten mich freundlich und ich sollte mich nochmal kurz vorstellen, da die stellvertretende Schulleiterin mich ja noch nicht kannte. Dann erzählte der Schulleiter kurz, wofür ich gebraucht werde, nämlich Mathe, Deutsch und Naturwissenschaften. Mathe und Deutsch nur in der 4. Bis 6. Klasse und NaWi ab der 5. Klasse.

Der Schulleitung war auch nicht klar, wie der Quereinstieg jetzt weiter abläuft bezüglich des berufsbegleitenden Referendariats. Da ich natürlich keine schulische Lehrerfahrung habe, fragte ich, ob ich mal im Unterricht hospitieren dürfe. Das wurde von der Schulleitung begrüßt und wir machten einen Termin aus für meine Hospitation. 

Beim nächsten Mal Gedanken, Fragen und Informationen zum Quereinstieg

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